
Im Bereich des Blasformens führt eine ungleichmäßige Erwärmung der Präformen nicht nur zu Qualitätsproblemen – sie verlangsamt außerdem den Produktionsablauf und führt dazu, dass mehr Abfälle entstehen. Infrarotstrahler können die benötigte Wärme liefern, damit das Blasformen reibungslos funktioniert – allerdings nur dann, wenn sie perfekt an die Maschine sowie das Material angepasst sind. Egal, ob es sich um eine Maschine von Sidel, Krones, SIPA, Husky, SACMI oder Nissei ASB handelt – die richtigen Strahler sorgen dafür, dass der Erhitzungstunnel stabil bleibt und die Produktionszeit minimiert wird.
Was technisch wichtig ist:
Wir konstruieren die Strahler auf der Grundlage eines Kurzwellenquartzhalogensystems. Der Filament schaltet bei 2.200–2.400 °C, wodurch eine Wellenlänge von ca. 1.000 nm entsteht. Diese Wellenlänge dringt schnell in das PET ein und sorgt dafür, dass die Oberflächentemperatur der Präform gleichmäßig ist. Die Spezifikationen werden so gewählt, dass sie zur Geometrie des Erhitzungstunnels passen: 240–480 V, 1,5–3,0 kW pro Strahler sowie Standard-R7s-Stecker, damit der Strahler problemlos eingebaut werden kann. Die Leistungstoleranz liegt bei ±2% über die Länge des Quarztubes – dadurch kann man das Erwärmungsprofil einmal einstellen und es wird bei jeder Produktion wieder verwendet.
Warum das in der Praxis funktioniert:
Durch diese Wellenlänge und Leistungsstärke lassen sich kürzere Erwärmungszeiten erreichen und die Kristallstruktur besser kontrollieren. Dadurch wird die Stabilisierung nach jedem Produktwechsel beschleunigt, es entstehen weniger Fehler wie Löcher oder Verformungen der Flaschen. Der Energieverbrauch sinkt, da der Strahler nur dann arbeitet, wenn es nötig ist, und schnell reagiert. Zudem hält das Quarzgehäuse die Leistung über 5.000 Stunden lang bei weniger als 5% Leistungsabfall aufrecht. Dadurch sind weniger Austausche des Strahlers notwendig, es gibt weniger Stillstandzeiten, und die Wartung lässt sich besser planen.
Praktische Details:
Die Installation ist einfach – man muss nur Spannung, Polarität und Abmessungen der Befestigungshalter überprüfen. Dabei darf man den Zustand des Reflektors nicht außer Acht lassen. Ein oxidierter oder schlecht ausgerichteter Reflektor streut die Energie und führt zu ungleichmäßigen Temperaturen. Der Reflektor muss sauber und richtig ausgerichtet sein – außerdem muss der Strahler zur ursprünglichen Brennweite der Maschine passen.
Die Anschaffungskosten sind etwas höher als bei herkömmlichen Ersatzteilen – doch man erhält dafür eine stabile Leistung und eine längere Lebensdauer des Strahlers. Das senkt letztendlich die Kosten pro Flasche.